Beckenbodenbeschwerden verstehen und gezielt angehen

Ob Inkontinenz, Schmerzen im kleinen Becken oder ein Senkungsgefühl – Beckenbodenbeschwerden haben unterschiedliche Ursachen und brauchen eine genaue Einordnung. Wir verbinden Beckenbodentherapie und gezieltes Training zu einem sinnvollen Gesamtkonzept.

Verlust von Kontrolle bei Belastung

Husten, Niesen, Lachen, Sport – und plötzlich ist Kontrolle weg. Belastungsinkontinenz ist eines der häufigsten Beckenbodensymptome und entsteht, wenn die Muskulatur bei Druckerhöhung nicht mehr zuverlässig reagiert.

Schmerzen, Druck oder Schweregefühl

Ein Druckgefühl im Becken, Schmerzen beim Sitzen oder ein Gefühl als würde etwas nach unten drücken – diese Symptome können auf eine Beckenbodenschwäche, myofasziale Spannungen oder eine Senkung hinweisen.

Zu viel Spannung statt zu wenig

Nicht jeder Beckenboden ist zu schwach. Dauerhaft erhöhte Spannung kann Schmerzen beim Sex, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder chronische Beckenbodenschmerzen verursachen – und braucht einen anderen Behandlungsansatz als klassisches Beckenbodenkräftigen.

Kurz erklärt

Was hinter Beckenbodenbeschwerden stecken kann

Trainerin erklärt Beckenanatomie anhand eines Modells

Sie sind hier richtig, wenn...​

Sie bei Belastung die Kontrolle verlieren

Bei Sport, Husten oder Niesen verlieren Sie die Kontrolle – und möchten das gezielt verändern.
Belastungsinkontinenz ist behandelbar. Wir befunden genau, ob zu wenig Kraft, zu wenig Koordination oder beides dahintersteckt – und leiten daraus die passende Therapie ab.

Sie Schmerzen oder Druck im kleinen Becken spüren

Druckgefühl, Schweregefühl oder Schmerzen beim Sitzen – Beschwerden, die den Alltag belasten und für die Sie eine klare Einordnung suchen.
Beckenbodenschmerzen haben unterschiedliche Ursachen. Wir untersuchen Muskulatur, Faszien und Bewegungsmuster – und behandeln gezielt, was dahintersteckt.

Sie Ihren Beckenboden nach Geburt oder OP aufbauen möchten

Nach einer Geburt, einem Kaiserschnitt oder einer Operation möchten Sie Ihren Beckenboden strukturiert und sicher aufbauen.
Rückbildung braucht einen klaren Plan – kein Standardprogramm. Wir begleiten Sie von der Befundaufnahme bis zur alltagstauglichen Routine, auch bei Rektusdiastase oder nach Kaiserschnitt.

Warum Beschwerden im Beckenboden entstehen

Der Beckenboden ist Teil eines komplexen Systems – Beschwerden entstehen selten durch eine einzelne Ursache, sondern durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Trainerin korrigiert die Sitzhaltung eines Klienten auf einem Hocker.
Trainerin leitet zwei Klientinnen an, die mit angehobenen Beinen auf Matten liegen, wobei ihre Hüften auf kleinen Bällen abgestützt sind.

Häufige Auslöser im Überblick

Schwangerschaft & Geburt

Hormonelle Veränderungen, das Gewicht des Kindes und die Geburt selbst belasten den Beckenboden erheblich. Ohne gezielten Aufbau können Beschwerden lange anhalten.

Operationen im Beckenbereich

Nach einer Gebärmutterentfernung, Prostataoperation oder anderen Eingriffen im kleinen Becken braucht die Muskulatur gezielte Rehabilitation.

Chronisch erhöhter Druck

Dauerhaftes Pressen beim Stuhlgang, chronischer Husten oder regelmäßiges schweres Heben erhöhen den intraabdominalen Druck – und belasten den Beckenboden langfristig.

Dauerspannung & Stressreaktionen

Psychische Belastung, Traumata oder chronischer Stress können zu dauerhafter Anspannung im Beckenboden führen – mit Schmerzen als Folge.

Fehlende Koordination von Atmung & Rumpf

Beckenboden, Zwerchfell und Rumpfmuskulatur arbeiten als Einheit. Wenn diese Koordination gestört ist, entstehen Fehlbelastungen – auch ohne direkte Verletzung.

Hormonelle Veränderungen

In der Menopause verändert sich das Gewebe – Elastizität und Muskelkraft nehmen ab. Das macht den Beckenboden anfälliger für Beschwerden, die vorher nicht aufgetreten sind.

Beckenbodentherapie

Wir starten mit einer ausführlichen Anamnese und Befundaufnahme. Je nach Befund arbeiten wir mit manuellen Techniken, gezielter Aktivierung oder Entspannung der Beckenbodenmuskulatur – abgestimmt auf das, was tatsächlich dahintersteckt. Jennifer Lämmerhirt ist spezialisiert auf Beckenbodentherapie für Frauen und Männer, zertifiziert durch das Herman & Wallace Pelvic Rehabilitation Institute.

Training & Prävention

Wenn Beschwerden im Hintergrund stehen oder präventiv gearbeitet werden soll, ist gezieltes Beckenbodentraining der richtige Einstieg. Wahrnehmung, Koordination, Kraft und Entspannung werden schrittweise aufgebaut – alltagstauglich und ohne Überforderung.

Prä- & Postnatal

Rund um Schwangerschaft und Geburt begleiten wir Sie mit einem angepassten Aufbau – von der sicheren Bewegung in der Schwangerschaft bis zur strukturierten Rückbildung.

Wie wir bei beschwerden im Beckenboden arbeiten

Trainerin unterstützt die Haltung einer Klientin bei einer Übung mit erhobenen Armen an einem Gyrotonic-Gerät

Passende Leistungen bei Beckenbodenbeschwerden

Was Sie selbst tun können

Nicht jede Beckenboden-Übung passt zu jeder Ausgangslage. Wer zu viel Spannung hat, sollte nicht noch mehr kräftigen – wer zu wenig Koordination hat, braucht zunächst Wahrnehmungsarbeit statt Kraft. Deshalb: kein Standardprogramm ohne Befund.

Was in den meisten Fällen hilft: Atemarbeit bewusst einsetzen, Druckerhöhungen im Alltag reduzieren – beim Heben, Husten oder Sport – und Schonmuster erkennen. Welche Übungen konkret sinnvoll sind, stimmen wir nach der Befundaufnahme individuell ab.

Therapeutin im Beratungsgespräch mit einer Klientin vor einem Blüten-Wandbild.

Wussten Sie schon?

Krankenkassen-Zuschuss möglich

Je nach Kursformat kann bei zertifizierten Präventionskursen nach §20 SGB V eine Bezuschussung durch gesetzliche Krankenkassen möglich sein. Details finden Sie auf unserer Präventionskurse-Seite.

Übungsraum mit Kettlebell, Yogamatte, Faszienrolle und Buddha-Statue

FAQ - Häufige Fragen zu Beckenbodenbeschwerden

Sie haben nicht gefunden, wonach Sie gesucht haben? Wir helfen Ihnen gern persönlich weiter.

Zu wenig Kraft, zu wenig Koordination oder dauerhaft zu viel Spannung – alle drei können Beschwerden verursachen, brauchen aber unterschiedliche Behandlungsansätze. Eine genaue Einordnung erfolgt im Befund.

Nein. Auch Männer können von Beckenbodenbeschwerden betroffen sein – nach Prostataoperationen, bei Inkontinenz oder chronischen Beckenbodenschmerzen. Wir behandeln Frauen und Männer.

Therapie ist der richtige Einstieg bei Schmerzen, Inkontinenz, Senkungsgefühl oder nach Operationen. Training ist sinnvoll, wenn kein akutes Beschwerdebild besteht und der Fokus auf Aufbau und Prävention liegt.

Das ist individuell. Erste Veränderungen im Körpergefühl zeigen sich oft früh – stabile Ergebnisse brauchen in der Regel mehrere Wochen bis Monate konsequenter Arbeit, auch zwischen den Terminen.

Physiotherapie kann ärztlich verordnet werden. Wenn Sie privat versichert sind, als Selbstzahler:in kommen möchten oder neben der gesetzlichen Krankenversicherung eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker haben, besprechen wir transparent, welche Optionen für Sie passend sind.

Kontakt

Wir rechnen über private Krankenversicherung, Beihilfe oder als Selbstzahlerleistung ab. Physiotherapie nach GebüH, Heilpraktiker-Leistungen nach GebüH HP. Bei Fragen zur Abrechnung sprechen Sie uns gern an.

Kontakt

Kontakt & Termin

Wenn Sie einen Termin anfragen möchten, sind Sie hier richtig. Kurz das Formular ausfüllen – wir melden uns zurück. 

Montag bis Freitag:
08:00 bis 18:00 Uhr
(Termine nach Vereinbarung)

Telefon +49 (0) 69 92038093
E-Mail: info@praxis-laemmerhirt.de

Empfangsmitarbeiterin begrüßt eine Klientin am Empfangstresen der Praxis